Andreas Müller neuer Geschäftsstellenleiter


Der ehemalige Radprofi Andreas Müller verstärkt den Berliner Radsport Verband (BRV) seit dem Jahresanfang als neuer Geschäftsstellenleiter. Der 42-Jährige hatte im August 2021 mit dem Madison-Rennen bei den Olympischen Spielen in Tokio seine aktive Karriere abgeschlossen und gleichzeitig seine fünfjährige Tätigkeit als Teamchef Bahn beim Österreichischen Radsportverband (ÖRV) beendet. „Wir hatten seitdem einige gute Gespräche und haben uns gegenseitig ein wenig beschnuppert. Ich denke, beide Seiten können von der Zusammenarbeit profitieren“, sagte der Berliner.

Die ersten Wochen in neuer BRV-Funktion haben Müller zuversichtlich gestimmt. „Es ist ja bekannt, dass es die vergangenen Jahre etwas unruhig in der Berliner Verbands-Führung war. Die ganzen alten Geschichten interessieren mich aber überhaupt nicht – dazu wäre mir meine Zeit viel zu schade. Ich denke, unser neuer Präsident Claudiu Ciurea hat es geschafft, allen Beteiligten klarzumachen, dass wir nur wieder nach vorn kommen, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagte Müller, der beim ÖRV bereits viele Erfahrungen im administrativen Bereich sammeln durfte. In der Geschäftsstelle will er den Investitionsstau aus der Vergangenheit abarbeiten und Abläufe effizienter gestalten, um mehr Zeit für kreative Arbeit und Planung von Events zu haben. „Die letzten drei Jahre in meiner Doppelfunktion als Sportler und Teamchef waren sehr fordernd aufgrund von Corona und des verlängerten Olympia-Zyklus. Aber ich habe auch viel gelernt in dieser Zeit“, sagte Müller.

Auch sportlich will sich Müller, der mehr als 100 Sechstagerennen bestritt und 2013 mit Silber und 2018 mit Bronze zwei WM-Medaillen auf der Bahn gewann, sich gelegentlich einbringen. „Ich denke, da habe ich eine Expertise, die ich gern beisteuern möchte“, sagte Müller, der bis 2007 für den Bund Deutscher Radfahrer Nationalfahrer war, ehe für den ÖRV internationale Meisterschaften bestritt. Bereits im November leitete der Berliner im Velodrom einen Madison-Workshop mit 24 Nachwuchsfahrerinnen und -fahrern. Aktuell organisiert Müller auch mit das Nachwuchsrennen im Rahmen des 110. Berliner Sechstagerennens (28. Juni bis 3. Juli). Eine Rückkehr zu einem Abschiedsrennen ins Oval, in dem er 2014 die Sixdays gewann, schließt er aber aus.

„Wir freuen uns sehr, dass uns nach Petra Roßner als Trainerin mit Andreas Müller bereits die zweite prominente, aber vor allem auch kompetente Verpflichtung für den Berliner Radsport Verband in diesem Jahr gelungen ist“, sagte Claudiu Ciurea. „,Mülli‘ hat zahlreiche Erfahrungen in den vergangenen Jahren sammeln dürfen, als Sportler und Teamchef. Mit seinem Know-how wird er uns ganz sicher helfen, den Berliner Radsport wieder ein Stück weiter nach vorne zu bringen. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit“, sagte der amtierende Präsident des Verbandes.