Landesmeisterschaften und Rad-Bundesliga für Berliner Radsportler*innen


Nach vielen ausgefallenen Radrennen in dieser Saison stapeln sich in diesem Herbst nochmals zahlreiche Radrenntermine für die Berliner Sportlerinnen und Sportler. Und einer dieser Termine waren die Landesmeisterschaften Straße für Brandenburg und Berlin am letzten Sonnabend.


Für die Meisterschaften war dies, Corona-bedingt, ein ungewöhnlicher Termin da Landesmeisterschaften traditionell deutschlandweit immer Anfang Mai stattfinden. Doch womit viele schon nicht mehr rechneten, konnte das Team vom Frankfurter RC90 um Dan Radtke nun kurzfristig ermöglichen.

Die verspätete Ausgabe führte leider dazu, dass vor allem die Frauen, Junioren, Juniorinnen und ein Teil der U23-Elite auf die Landesmeisterschaften verzichten mussten. Natürlich nutzten Sie an diesem Wochenende die finalen Rennen der Rad-Bundesliga im Hochsauerland und im Schwarzwald.

Für die in der Region Verbliebenen ging es über den bekannten anspruchsvollen Kurs bei Podelzig/Wuhden, nördlich von Frankfurt/Oder. Als entscheidender Scharfrichter der Strecke war dabei der Kopfsteinpflasteranstieg am Zeisigberg zu überwinden. Zusätzlich erschwert wurden die Rennen durch einen Regenguss, der während des Rennens der U15 niederging. Auch das später bessere Wetter führte nicht zum Abtrocknen des Pflasters am Berg. Und so sahen die Zuschauer auch immer wieder durchdrehende Räder und einzelne Aktive, die an der steilsten Stelle absteigen mussten. Aber die Rennen wurden trotzdem mit viel Energie und Einsatz bestritten. Viele waren froh, überhaupt mal wieder ein Radrennen in der Region zu bestreiten.


Erwartungsgemäß waren die Rennen und Siegerpodeste der Klassen der U11 bis U15 stark vom Weinrot im Trikot des SC Berlin geprägt. Landesmeister*innen wurden Martje Plam, Sheldon Wechsung (beide U11), Fabian Stimmel, Marie-Luise Raake (beide U13), Ella Grüneberg und Tilmann Leben (beide U15) jeweils für den SC Berlin. Auf den weiteren Plätzen des Podests fanden sich aber auch Sportler*innen des Marzahner RSC Berlin 94, des RV Lichterfelde-Steglitz, TSC Berlin und vom Radteam Cöpenick. In der Klasse U17 siegte Yannick Schaffrath vom TSC Berlin vor Philipp Selbman, Marzahner RSC und Silvan Böhmert, Radteam Cöpenick.


An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass sich die Nachwuchssportler*innen der U11 bis U17 neben den Medaillen über kleine Präsente freuten. Überreicht wurden sie von der Mutter von Philipp Selbmann und Evi Schubert. Sie vertraten die Elterngruppe zur Unterstützung der Jugend, die vor allem bekannt ist durch den Essens- und Getränkestand bei den Bahnpokalen im Berliner Velodrom. Sie stifteten Geldpreise (U15-U19) aus ihren Einnahmen und Sachpreise (U11-U13) der Spender Zehlendorfer Eichhörnchen und Radsporthaus PEAKS BERLIN. Berliner*innen wie Brandenburger*innen freuten sich zudem über die WM-Maskottchen „Tracky“, die BRV Präsident Claudiu Ciurea mitbrachte.


Den Abschluss des Renntages bestritten die Starter der Masters 2-4, der Elite und Elite Amateure. Diese mussten jeweils 9 oder 11 mal über den Kurs und den Anstieg. Dabei zeigten einige der älteren Mastersklasse, dass sie wahrscheinlich auch bei den Amateuren um die Podestplätze hätten mitfahren können. Sieger der Masters wurden Christian Hoffmann von den Zehlendorfer Eichhörnchen (Masters 2) und Henri Krause vom Radteam Cöpenick (Masters 3) Die Siege der Elite und Elite Amateure gingen Beide an das Team Standert. Berliner Meister der Elite wurde Max Faschina. Meister der Elite Amateure Tomas Burton (beide BRC Zugvogel 1901).



Im Namen der Aktiven gilt der ausdrückliche und vor Ort geäußerte Dank, dem ausrichtenden FRC90 für seinen Einsatz und der Elterninitiative für die Preise. Über die Bundesligasaison werden wir später ebenfalls berichten.


Jörg Wittmann

Fachwart Straßenrennsport



Ergebnisse: https://www.frc90.de/images/Ergebnis_Berlin.pdf


Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?vanity=hildebrandt.berlin&set=a.1517624575238910