Nachruf Achim Flaschka


Dieter von der Heyde ©Christine Mähler
Achim Flaschka


Der Berliner Radsport Verband trauert um Achim Flaschka. Der Vorstand spricht stellvertretend für den gesamten Verband der Familie, den Angehörigen und Freunden sein tiefes Mitgefühl aus. Nachruf vom RV Iduna.










Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir Dich sehen können, wann immer wir wollen.“


Heute erreichte uns die Nachricht vom unerwarteten und plötzlichen Tod unseres beliebten und angesehenen Sportkameraden und treuen Mitglieds

Achim Flaschka

Nachruf Schöneberger Radfahrer-Verein Iduna 1910 e.V.


Mit großer Bestürzung erfuhren wir, dass unser Kamerad Achim Flaschka am 13. März 2021 nach langer Krankheit im 87. Lebensjahr gestorben ist. Noch im Januar 2020 wurde er wegen seiner Verdienste für den Verein zum Ehrenmitglied ernannt und für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt.


Im Alter von 14 Jahren trat Achim 1949 auf Empfehlung unseres damaligen Meisterfahrers Edwin „Eddi“ Kühne in den RV Iduna ein. Schnell stellten sich erste Erfolge ein. So gewann er gleich sein erstes Trainigsrennen. Bereits 1951 wurde er Berliner Jugendbester in der Klasse 14 bis 16 Jahre, und es folgten in jenem Jahr weitere Siege und Platzierungen bei Straßenrennen. Diese Erfolgsserie setzte sich 1952 mit den Siegen beim Mariendorfer Straßenrennen und bei zwei damals so prestigeträchtigen Vereinsmannschaftsrennen fort. Auch in der Amateurklasse fuhr Achim noch einige gute Platzierungen auf Straße und Bahn heraus, bevor er aus beruflichen und privaten Gründen eine langjährige Pause vom Radsport einlegte. Trotzdem blieb er auch in dieser Zeit seinem RV Iduna treu.


Ende der 1960er Jahre versuchte er im fortgeschrittenen Sportleralter noch ein „Comeback“, das er jedoch bald beendete. Um 1970 erfuhr er von einer ganz neuen Art des Radsports, die sich im Raum Bremen entwickelte. Dort bot der Sportkamerad Dieter Buthmann Etappenfahrten für nicht lizensierte Radsportenthusiasten an, von denen Achim erfahren hatte.


Heute wissen wir, dass das die Geburtsstunde des Radtourenfahrens war. So nahm er gleich in diesem Jahr an der heute legendären Etappenfahrt „Lindau – Venedig“ teil. Die Leidenschaft für diese Art des Radfahrens war geweckt, denn dort ging es durchaus sportlich zu. Bald folgten auch Eintagesfahrten immer im geschlossenen Verband und immer um die 200 km lang.


Achim warb mit Erfolg in seinem Verein für diese Veranstaltungen und es dauerte nicht lange, bis ihn weitere Idunen begleiteten. So hat er den Grundstein für die lange Erfolgsgeschichte unseres Vereins in dieser neuen Art des Radsports gelegt und war 1979, als das Radtourenfahren durch den BDR offiziell eingeführt wurde, auch unser erster Fachwart. In den folgenden Jahrzehnten waren er und andere Idunen immer auf den vorderen Rängen der Berliner Jahreswertungen zu finden. Vor vier Jahren musste er aus gesundheitlichen Gründen mit dem Radsport aufhören, nahm aber weiterhin großen Anteil am Vereinsleben. Seit 2001 war er auch Mitglied der „Bundesehrengilde“ des BDR, an deren Treffen er regelmäßig teilnahm.


Unser Mitgefühl gilt seiner Witwe Monika, selbst langjähriges Vereinsmitglied, der wir viel Kraft in dieser schweren Zeit wünschen. Wir werden Achim stets in Ehren gedenken.


Schöneberger Radfahrer-Verein Iduna 1910 e.V.

für den VORSTAND

Hans-Peter Hasse


Wir haben mit Achim Flaschka ein wertvolles Mitglied verloren und werden ihn stets in Erinnerung behalten. In diesen schmerzvollen Stunden sind wir alle in Gedanken bei bei den Hinterbliebenen.


Berliner Radsport Verband e.V.

für den VORSTAND

Präsident Stefan Meiners

Schatzmeister Hans-Günter Päske

Jugend Iduna Groger