Reform des Gemeinnützigkeitsrechts 2021 bringt Vorteile


Weitreichende Reform des Gemeinnützigkeitsrechts 2021 durch Jahressteuergesetz 2020.


Am 18. Dezember 2020 hat der Bundesrat das Jahressteuergesetz 2020 und eine weitreichende Reform des Gemeinnützigkeitsrechts beschlossen. Die Änderungen bringen viele Erleichterungen für steuerbegünstigte Körperschaften und Vereine mit sich.

Hier einige Punkte:

  1. Erhöhungen Übungsleiterfreibetrag wird von 2.400 € auf 3.000 € , die Ehrenamtspauschale von 720 € auf 840 € und die Grenze für vereinfachten Spendennachweis von 200 € auf 300 € erhöht.

  2. Anhebung der Bagatellgrenze wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb Anhebung der Bagatellgrenze bis zu der ein steuerpflichtiger wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb generell unschädlich ist, von bisher 35.000 € auf 45.000 € pro Jahr.

  3. Keine zeitnahen Mittelverwendung für kleine Vereine Kleine Körperschaften mit weniger als 45.000 € Einnahmen sind von der Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung künftig ausgenommen, sodass auch ein längeres Ansparen der Zweckmittel möglich ist.

  4. Einbeziehung Geschäftsführung Bei der Bescheinigung der Steuerbegünstigung nach § 60a AO kann künftig bereits neben der Satzung auch die tatsächliche Geschäftsführung miteinbezogen werden. Die Steuerbegünstigung kann auch künftig aufgehoben werden, wenn sich die Körperschaft tatsächlich nicht gemeinnützigkeitskonform verhält.

  5. Zuwendungsempfängerregister Zur Erhöhung der Transparenz wird ein öffentlich einsehbares, durch das BzSt betreutes Zuwendungsempfängerregister eingeführt, das durch die Daten der Finanzämter ausgestattet wird. Hinweis: Berlin hat sein eigene Transparenzdatenbank.

  6. Begünstigung von Kooperationen Ein Grundsatz im Gemeinnützigkeitsrecht ist der Unmittelbarkeitsgrundsatz, den die jeweilige Körperschaft grundsätzlich gemäß ihrer satzungsgemäßen Zwecke selbst verwirklichen muss. Durch eine neue gesetzliche Regelung kann die Eigenschaft einer unmittelbar gemeinnützig tätigen Körperschaft von nun an auch gegeben sein, wenn die Körperschaft mit mindestens einer anderen steuerbegünstigten Körperschaft zusammenwirkt.

  7. Erleichterung der Mittelweitergabe zwischen steuerbegünstigten Körperschaften Außerdem wurde auch die Mittelweiterleitung von gemeinnützigkeitsrechtlich gebundenen Mitteln zwischen zwei steuerbegünstigten Körperschaften, die bisher stark reguliert wurde, neu geregelt. Die bisherigen Regelungen wurden in § 58 Nr. 1 AO zusammengefasst und vereinfacht, sodass nun Mittel in beliebiger Höhe an andere steuerbegünstigte Körperschaften weitergeleitet werden können.

  8. Erleichterung von Konzernstrukturen Für die Steuerbegünstigung der Gemeinnützigkeit ist es ebenfalls ausreichend, wenn sich die Beteiligungen einer Körperschaft ausschließlich auf steuerbegünstigte Gesellschaften beschränken.

  9. Erweiterung des Gemeinnützigkeitskatalogs und des Katalogs Zweckbetriebe


Hinweis: Der BRV bietet keine Steuerberatung an, auch wenn wir mit Rat und Tat helfen würden, jeden einzelnen Verein erfolgreich durch seine Steuererklärung zu führen. Leider müssen wir uns auf solche Blogbeiträge beschränken, da uns rechtlich die Hände gebunden sind. Folgende Dienstleister dürfen beraten:

  • Steuerbevollmächtigte

  • Steuerberater

  • Rechtsanwälte

  • Wirtschaftsprüfer

  • vereidigte Buchprüfer

  • Lohnsteuerhilfevereine zum Großteil

Falls eine Empfehlung gewünscht würde, dann bitte per Email anfragen.

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